[Review] Fluch der Karibik: Salazars Rache

Vor einer Weile hat meine beste Freundin Daisy mich gefragt ob ich zwischendurch für ihren Blog auch mal einen Gastbeitrag schreiben will. Derzeit ist sie ziemlich eingespannt mit der Uni usw, also werdet ihr zukünftig immer mal wieder auch Beiträge von mir, Jenna, zu lesen bekommen und manch einer wird mich ja schon aus ihrem London Beitrag kennen.

Welchen besseren Start für eine solche Zusammenarbeit gäbe es, als den neuen Teil der “Pirates of the Caribbean” – Reihe rund um Captain Jack Sparrow (Johnny Depp)!?

Mein halbes Leben begleiten und prägen diese Filme mich nun schon:
Seitdem 2003 der erste Teil Fluch der Karibik (Originaltitel: Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl) ins Kino kam, wartete ich immer wieder gespannt auf eine Fortsetzung, um zu erfahren, wie es im Abenteuer um Captain Jack Sparrow, Will Turner (Orlando Bloom) und Elizabeth Swan (Keira Knightley) weiter geht. So war ich dann auch mega aufgeregt als am 25. Mai 2017 endlich der fünfte Teil Fluch der Karibik 5 (Originaltitel: Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales) zwei Jahre später als angekündigt auf die Leinwand kam.

Quelle: YouTube KinoCheck

WARNUNG: Es kann unter anderem zu Spoilern kommen!

 

Zur Story:

Zu Anfang habe ich die altbekannten Gesichter vermisst, denn die Geschichte beginnt mit dem jungen Henry Turner (Brenton Thwaites), Sohn von Will und Elizabeth. Wie soll es auch anders sein: er ist fasziniert von alten Mythen und Geschichten und versucht eine Lösung zu finden, um seinen Vater von der Flying Dutchman zu befreien. Dies soll wohl mit dem Dreizack Poseidons möglich sein. Also begibt sich Henry auf die Suche danach und begegnet dabei knapp zehn Jahre später der Mathematikerin und Astronomin Carina Smyth (Kaya Scodelario), die als Hexe aufgehängt werden soll. Das war dann auch schon die erste Stelle, die mich verwundert hat. Als Hexen bezeichnete Frauen werden, bzw wurden verbrannt oder ertränkt, aber aufgehängt?? Kurz darauf das nächste Mysterium… Der junge Turner ist wohlgemerkt in seinen 20ern, aber Captain Jack Sparrow ist um keinen Tag gealtert in eben diesen gut 20 Jahren?! Ja klar, Salz (-wasser/-luft) konserviert und so, aber so gut kann kein Salzwasser oder auch Rum dieser Welt sein, sonst hätte die Beauty-Branche es schon längst dementsprechend vermarktet.

Aber zurück zur Story….

Carina soll also gehängt werden und Jack mal wieder seinen Kopf verlieren und da das ja ein recht kurzer Film wäre, kommt natürlich die altbekannte Crew zur Hilfe geeilt. Nach einer actionreichen Befreiung begibt sich das Trio gemeinsam auf die Suche nach dem Dreizack. Sie begegnen alten Freunden und Feinden, gehen Bündnisse ein und werfen diese wieder über Bord, also alles ganz im typischen Piraten Stil.

 

Mein Fazit:

Auch wenn ich es gut finde, dass Carina als Astronomin und Mathematikerin zur Geschichte beitragen soll, ist sie doch auch wieder zu sehr das hilfsbedürftige Püppchen, das lieber Henry um Hilfe anbettelt, statt einfach selbst zum Säbel zu greifen. Sie hebt sich durch ihr Wissen von den Piraten ab und es wird quasi zum Running Gag, dass sie sagt, sie ist Horologin und die Piraten denken, sie züchtet Esel.

Elizabeth und Will Turner

Wenn man, wie ich, ein langjähriger Fan der Filme ist, ist leider auch die Figur des Henrys eine dezente Enttäuschung. Sind wir mal ehrlich: es ist ein Piratenfilm und Henry ist der Sohn von Elizabeth und Will Turner aber trotzalledem ist er mehr Milchbubi als alles Andere. Will Turner ist zu Anfang kurz einmal zu sehen, da er ja auf der Flying Dutchman gefangen ist, trägt er nicht wirklich was zur Story bei. Aber noch viel weniger beteiligt sich Elizabeth, was ich etwas verwunderlich finde. Wenn man sie schon aus den ersten vier Teilen kennt, würde man erwarten, dass sie ihrem Sohn hilft ihren Mann von seinem Fluch zu befreien, statt so lange untätig rumzusitzen. Am Ende als der Fluch tatsächlich aufgehoben ist, kommt sie ganz zufällig zum Strand gelaufen, als Will an Land geht?!

Alterungsprozess: Fehlanzeige

Wobei auch sie und Will kein Stück gealtert zu sein scheinen… Bei Will noch verständlicher, da er ja quasi in Salzwasser “eingelegt” war 😉 Auch Captain Barbossa, Master Gibbs und die restlichen Crewmitglieder sind scheinbar nicht gealtert. Selbst der Kapuzineraffe Jack lebt noch und sieht keinen Tag gealtert aus!

Die Frage, die sich mir immer noch stellt: WO bekomme ich diese Anti-Aging Creme her!!!???

Alles in allem ist Fluch der Karibik 5 ein guter Film, auch wenn er kleine Logikfehler enthält, und für den geneigten Fan zu empfehlen.

 

Wie fandest du Fluch der Karibik 5?
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2 Gedanken zu „[Review] Fluch der Karibik: Salazars Rache

  1. Also mir hat der Film nicht gefallen…dafür verkam der früher einmal schlitzohrige Sparrow viel zu sehr zur tragischen Witzfigur und nicht nur die von dir bereits erwähnten Logikfehler bereiteten mir Kopfzerbrechen, sondern noch viele weitere, die auch den Anschein erwecken, als ob die Autoren die Vorgänger nicht gesehen haben zB schaut Will in diesem Teil so aus als würde er sich, wie vor ihm Dave Jones, rein äußerlich in ein Monster verwandeln – eine Tatsache, die vielleicht cooler aussieht aber doch keinen Sinn ergibt da uns in den Vorgängern erklärt wurde, dass Jones und seine Crew nur deswegen so ausschauen weil sie die ihnen auferlegte Aufgabe (nämlich die auf See Verstorbenen auf die andere Seite zu bringen) vernachlässigt haben! Soll ich nun also wirklich davon ausgehen, dass ein ehrlicher und guter Mann wie Will diese Aufgabe vernachlässigt und sich stattdessen lieber eine Symbiose mit allerlei Meeresgetier eingeht?!

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