Wie ich den Koloss von Rhodos fand…

[Edit] Im Rahmen der Bloggerparade „Sommer, Sonne, Sonnenschein Parade“ von der Gruppe BloggerParade stelle ich meinen Beitrag über meinen Rhodosurlaub letztes Jahr zur Verfügung. Viel Spaß beim Lesen und bei der Sommerparade! [Edit Ende]

Wie in meinem letzten Post schon erwähnt war ich mit meinem Mann zwei wunderschöne Wochen auf der Dodekanesinsel Rhodos (griech. Ρόδος) in der östlichen Ägäis.

Sicherlich fragt ihr euch „Warum schreibt sie über ihren Urlaub auf ihrem Nerdblog?“ Ganz einfach: Weil ich es kann 😀
Spaß bei Seite – Ja, ich habe einen Nerdblog, fand den Urlaub aber so toll, entspannend, faszinierend, [etwaige positive Adjektive hier einsetzen], dass ich dieses Erlebnis gerne mit euch teilen möchte.

Warum gerade Rhodos?

Seit einigen Jahren interessiere ich mich sehr für die griechische wie auch die römische (Asterix & Obelix sei Dank :D) Mythologie, Historie und die Antike. Leider kann ich mich nicht mehr daran erinnern wann und warum das angefangen hat. Das Konzept der mehreren Götter, in dem jeder Gott/Göttin seinen „eigenen Bereich“, fasziniert mich, wie auch die antiken Bauten. Die Geschichte rund um Troja hat zwar nur teilweise etwas mit den Griechen zu tun (naja immerhin stahl Paris Helena, die Frau des spartanischen Königs Menelaos (zumindest war das so im Film, eigentlich war Helena, in der vorgriechischen Zeit, eine spartanische Göttin)), aber ich habe die Ilias von Homer verschlungen, wie auch sämtliche Geschichten um Troja, Achilles und Odysseus.

Da ich schon sehr lange nach Griechenland reisen wollte, recherchierten wir einige Zeit lange wo es den hingehen sollte. Das Festland schlossen wir erst einmal aus, da uns die griechischen Inseln mehr interessierten.  Da auf Kos und Lesbos momentan eine mehr oder weniger kritische Situation mit den Flüchtlingen herrscht und uns auch davon abgeraten worden ist, entschieden wir uns letztlich für Rhodos, da es dort mehrere Sehenswürdigkeiten gibt, auf die ich nachher noch zu sprechen kommen.

Blauer Himmel und Sonne satt

Wir hatten die kompletten zwei Wochen herrlichen Sonnenschein mit 25 – 33 Grad, die Meertemperatur lag meist ca. 5 Grad unter der Lufttemperatur. Auf Rhodos geht immer ein leichter bis starker Wind, was die Hitze definitiv angenehmer macht, aber trotzdem fühlen sich 25 Grad an wie 30 Grad , meiner Meinung nach.

An einem einzigen Tag hat es geregnet. Aber nicht so wie hier, mal schwächer mal stärker, nein. Es hat richtig geschüttet mit Pausen zwischendurch und in dieses hat es gedonnert als ob Kratos gerade vor Zeus stehen würde und diesen niedermetzeln will.
Ich gebe ja immer noch meinem Mann die Schuld an dem Regen/Gewitter-Tag, da er die Tage davor God of War auf der PS Vita gezockt hat 😀 Er hat Zeus erzürnt!
Gegen späten Abend zog das Gewitter Richtung Meer und es fing an zu blitzen. Die Blitze schossen gefühlt alle paar Sekunden durch die Luft, da die Wolken aber schon weit entfernt waren, hat man sie nur gesehen und nicht gehört. Auf Instagram habe ich ein kurzes Video der Blitze hochgeladen.

Unser Hotel: Hillside Studio & Apartments

Da wir keinen All Inclusive Urlaub wollten haben wir uns für das Hotel Hillside Studio & Apartments entschieden. Dort ist eine kleine Küchenzeile, mit zwei Herdplatten, Wasserkocher, Kühlschrank und Spüle, in den Apartmentzimmern vorhanden. Wir waren in der Stadt Faliraki (griech. Φαληράκι), wobei das Hotel auf den Bergen hinter der Stadt lag. Zu Fuß liefen wir ca. 20-30 Minuten zum Strand, mit dem Mietwagen waren es ca. 10 Minuten. Das Hillside ist ein Familienhotel, welches ein dazugehöriges Restaurant unten in Faliraki besitzt. Morgens gab es ein mega Frühstücksbuffet mit frischer Honig- und Wassermelone, Trauben, Äpfel, Paprika, Gurke, Feta, Aufschnittkäse, Wurst, verschiedenes Brot, Müsli, Cornflakes, Kekse, Kuchen, griechische Spezialitäten, Kaffee, verschiedene Teesorten, Wasser und Orangensaft.

Unser Zimmer war vollkommend ausreichend von der Größe, leider war das Bett etwas unbequem im Vergleich zu unserer weichen Matratze daheim. Ebenfalls hatten wir einen kleinen Fernseher, der lief aber nur zweimal. Meist saßen wir abends auf unserem Balkon, haben griechisches Bier getrunken, uns unterhalten, den nächsten Tag geplant oder 3DS bzw. PS Vita gezockt. Auch verfügte das Hotel auch über einen Mini-Supermarkt, in dem man sich mit Bier, Wasser, Frühstücksutensilien oder Lebensmittel für ein schnelles Abendessen eingedeckten konnte.

Schlemmerparadies Rhodos

Wie schon im oberen Abschnitt erwähnt, hatten wir das Frühstücksbuffet mitgebucht. Da wir fast jeden Tag unterwegs waren hätte sich All Inclusive, Voll- oder Halbpension nicht gelohnt. Wir haben mehrere Restaurants und Imbisse in Faliraki ausprobiert und es hat echt überall sehr gut geschmeckt. Von Gyros, über Suvlaki bis frischen Fisch haben wir einiges an griechischen Spezialitäten probiert, aber ein bestimmtes Gericht hat uns voll und ganz in seinen Bann gezogen und wir trauern ihm immer noch nach, da es dieses Gericht in den heimisches Imbissen nicht gibt: die Pita!

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Links: Pita mit gemischtem Gyros      Rechts: Pita mit Haloumi

Das ist Pita-Brot, welches mit Tzatziki, Tomaten, Romasalat, Gyros (Schwein, Hähnchen oder Lamm) oder Haloumi-Käse und Pommes belegt und dann eingerollt wird.
OMG wir hätten uns reinlegen können und waren sicherlich 4-5mal dort und haben uns Pita bestellt. Das lustigste; Pita zählt zum Fast Food in Griechenland.
Bestes Fast Food ever! Da stinkt jeder Döner gegen ab xD

Unser Highlight war allerdings ein anderes Gericht und zwar Schwertfischsteak und eine Fischplatte:

Freundlichkeit wird hier groß geschrieben

Durchweg hatten wir die 14 Tage lang nur positive Erfahrungen und Unterhaltungen mit den Rhodier. Angefangen über die Leute bei Europcar am Flughafen, über die im Hotel bis zu jedem einzelnen Kellner in den Restaurants. Alle waren einfach nur nett. Soviel Englisch habe ich schon lange nicht mehr gesprochen wie in diesen 14 Tagen 😀 Aber es war eine sehr gute Übung für mich.

Jeder Einzelne hat uns sehr freundlich begrüßt, gefragt woher wir kommen und wie es uns geht. Und das nicht nur als Floskel, sondern es war wirklich Interesse dahinter. Mir persönlich hat gefallen, dass der/die Kellner/Bedienung bereits nach wenigen Minuten, nachdem er/sie das Essen brachte, nochmals vorbei kam um nachzufragen ob es schmeckt und ob alles in Ordnung ist. Hier wird das ja meist erst beim Bezahlvorgang gefragt. Genauso finde ich es toll, dass man die Rechnung gebracht bekommt und der/die Kellner/Bedienung dann geht und man das Geld in das Glas gibt und dann einfach aufstehen kann und gehen kann oder man wartet noch auf das Wechselgeld. Irgendwie finde ich das angenehmer, wie hier mit den Geldbeuteln am Tisch. Auch stand unsere Rezeptzionistin für alle Fragen offen, egal um was es sich handelte.

Ladiko-Bucht, Lindos und Kamiros

Wir lagen sehr, sehr, sehr, […], sehr oft am Strand, Sonne tanken und braun werden (in meinem Fall Hautfarbe erreichen -.-„), aber wir waren natürlich nicht nur faul sondern haben auch ein bisschen was erkundet. Meist waren wir am Strand in Faliraki, da es sich einfach anbot, aufgrund der vielen Restaurant vor Ort. An einem Tag waren wir in der Ladiko-Bucht, diese liegt ca. 15 Minuten mit dem Auto von Faliraki entfernt. Das Wasser ist dort einfach mal glasklar, es gibt keinerlei Strömung, wodurch das es auch ein bisschen kühler ist im Vergleich zu Faliraki. Man sieht jeden Stein, jedes Fischchen und den eigenen Schatten unverzerrt! Da die Bucht relativ klein ist, sind die dort aufgestellten Liegestühle auch recht schnell besetzt und dadurch ist es dort auch relativ laut, da man nahe aneinander liegt. Aber trotzdem ist die Bucht auf jeden Fall einen Besuch wert. Nicht unweit der Ladiko-Bucht liegt die Anthony Quinn-Bucht, in welcher das Schnorcheln sehr beliebt ist, da dort Korallen angesiedelt sind.

In der ersten Woche waren wir in Lindos (griech. Λίνδος) und sind hoch zur Akropolis gestiegen. Memo an mich selbst: Nie wieder um die typischen Tourizeiten und nicht bei 30 Grad. Natürlich sind wir, wie alle andern auch, nach dem Frühstück (so gegen 11 Uhr) in Lindos angekommen und die kleine Stadt war einfach mega überfüllt. Auf der Akropolis selbst war zwar auch viel los, aber man konnte sie trotzdem gut erkunden ohne anderen zu arg in die Quere zu kommen. Und warum nicht mehr bei 30 Grad? Weil es echt mörderisch ist… Man parkt oberhalb von Lindos, läuft dann runter in die Stadt um dann wieder über Treppen und einen steilen und glatten Steinweg wieder hoch zur Akropolis zu laufen. Es gibt auch die Möglichkeit auf einem Esel hochgeführt zu werden, aber da es so warm war taten mir die Esel einfach nur leid. Die Akropolis wird zur Zeit restauriert und unser Reiseführer hat uns ein bisschen in Schockstarre versetzt an der Kasse. Es wurden 6€ angegeben (der Reiseführer ist von 2013), inzwischen liegt der Eintrittspreis bei 12€ pro Person. Aber der Ausblick und auch die Akropolis haben sich definitiv gelohnt.

Gegen Ende unseres Urlaubes haben wir noch die Ausgrabungsstätte Kamiros
(griech. Κάμειρος) besucht. Diese liegt ca. 40 Minuten von Faliraki und 20 Minuten vom Flughafen entfernt mit dem Auto. Kamiros ist eine Stadt aus der hellenistischen Zeit, welche gut erhalten ist und dadurch kann man sich die Stadt sehr gut vorstellen. Auch waren an den wichtigsten Gebäuden Schilder angebracht, welche diese identifizierten. Auch dort haben sich die Eintrittspreise verändert, aber nicht so krass wie bei der Akropolis. Im Reiseführer stand 4€ pro Person und es waren letztlich 6€ pro Person. Es war sehr interessant zu sehen wie eine hellenistische Stadt damals aufgebaut war und wie logisch gedacht worden ist. Kamiros liegt, wie auch die Akropolis, auf einem Berg und ist von drei Tälern und Wald umgeben. Dadurch konnte ein Angriff sicherlich gut abgewehrt werden und die Stadt war eventuell auch schwer einnehmbar. Ach und es sind ein Haufen Echsen rumgerannt 😀

Auch machten wir einen Abstecher nach Rhodos-Stadt. Die Hauptstadt der Insel war sehr überlaufen von Touristen und wir haben nur einen kurzen Abstecher zum Hafen gemacht und haben uns den Großmeisterpalast angesehen. Dieser ist allerdings im Mittelalter erbaut worden und hat leider keinerlei griechischer Architektur. Ich war ein bisschen enttäuscht, aber trotzdem hat sicher der Großmeisterpalast gelohnt. Rhodos-Stadt hat uns persönlich nicht so gefallen. Es ist dort ziemlich chaotisch und hektisch, durch die vielen Touristen und Touristenbusse. Am Hafen wird man alle paar Schritte von Leuten angesprochen, die der Meinung sind, dass ihr Glasboden-Boot das Beste sei und man unbedingt mit ihnen mitfahren muss.

Wir werden uns wiedersehen Rhodos

Alles in allem hatten wir wundervolle 14 Tage auf Rhodos, allerdings hätten auch 10 Tage gereicht. Irgendwann fehlte uns unser Hund ungemein und das eigene Bett, wie auch die Couch und vorallem die Xbox xD Sicherlich werden wir nochmal nach Rhodos fliegen, um noch viel mehr Erkunden zu können.

…und um meiner Headline gerecht zu werden: Der original Koloss von Rhodos existiert ja seit zig Jahrhunderten nicht mehr. Aber wir haben ihn wirklich gefunden, zwar nicht am Hafen von Rhodos-Stadt, dafür in Faliraki bei einer Cocktailbar namens „Colossus-Bar“ 😀 und er ziert jetzt im Miniformat einen unserer Schränke 😉

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Mit dabei sind diesmal:

05.06. – Jacky ** 06.06. – Sonja
07.06. – Toni ** 08.06. – Annette
09.06. – Marion ** 10.06. – Claudia
11.06. – Joern ** 12.06. – Daisy
13.06. – Perdita ** 14.06. – Elisa
15.06. – Robert ** 16.06. – Maik
17.06. – Annette ** 18.06. – Tina

Hinweis: Die Links funktionieren erst am Erscheinungstag ab 8.00h 😉

Und vergesst nicht unser Sommer-Sonne-Sonnenschein-Gewinnspiel auf Facebook 😉

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5 Gedanken zu „Wie ich den Koloss von Rhodos fand…

  1. Hey Daisy 🙂

    Cool, ich war im Herbst einen ganzen Monat auf Rhodos und mir hat es auch echt super gefallen 🙂 Mein absolutes Highlight war die Bucht bei der Kallithea-Therme, die war mein persönliches Paradies. Hier findest du meine Reisefavoriten auf der Insel: http://lebenalacarte.de/top-5-highlights-die-du-auf-rhodos-auf-keinen-fall-verpassen-darfst/

    Wie viele Touristen waren während eures Urlaubs denn vor Ort? Im Oktober war Faliraki nahezu ausgestorben, ziemlich erschreckend irgendwie.

    Schöne Grüße,
    Caro

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    1. Hi Caro 🙂
      Oh einen ganzen Monat, sehr cool!

      Also ich fand, dass schon noch sehr viele Touristen da waren. Gerade Abends bzw. Nachts hat man das sehr gut sehen können in Faliraki.
      Als wir Dienstags in unserem Hotel ankamen, waren wir ca. 4 Paare. Nach 2 Tagen kamen ein Haufen Engländer, Italiener, Deutsche und Russen. Dann war das Hotel nahezu voll, wozu ich aber sagen muss, dass das Hotel auch klein war.

      Ist schon Interessant, wie sich das dort innerhalb von einer Woche ändern kann. Wir sind am 27. September wieder nach Hause geflogen und da war am Flughafen die Hölle los.

      Liebe Grüße
      Daisy

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      1. Das ist ja krass! Im Oktober war es echt eine ziemliche Geisterstadt. Ich hatte eine Wohnung auf der anderen Seite (Ixia), da war auch nicht sooo viel los, als ich dann Ende Oktober abgereist bin, hatten auch viele Bars und Restaurants schon geschlossen. In meiner Stammbar meinte der Kellner, sie würden dann im April wieder öffnen. War mir gar nicht so bewusst, dass der Tourismus auf Rhodos im Winter quasi nicht existent ist. Ryanair hat Rhodos ja auch nur bis Ende September auf dem Flugplan, ein Rückflug war ziemlich kompliziert zu finden 😀

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      2. Wir sind mit Condor geflogen und die fliegen im September nur 2x pro Woche auf die Insel. War echt einen Sucherei bis wir einen Flug gefunden hatte.
        Irgendwo hatte ich gelesen, dass von Oktober bis April auf Rhodos nichts mehr los ist. Ist irgendwie echt schade, dort gibt es ja keinen richtigen Winter. Glaube die haben im November, Dezember, Januar immer noch 15 Grad und ein paar Regentage, das wars. Aber wir waren froh, dass wir erst im September dort waren. Auch wenn noch viel los war, war es auf jeden Fall erträglich von den anderen Leuten her und auch nicht mehr so heiß, wie im Juli oder August.

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      3. Das auf jeden Fall, ich fand das Wetter auch super angenehm!
        Ich hatte das auch gelesen, aber was „nichts los“ in der Realität heißt, fand ich dann doch erschreckend 😀
        Die klappen echt die Bürgersteige hoch ;D

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